Würdigung und Erinnerung an Oskar Alexander

04.09.2019

Mit einem Antrag möchte die FDP-Stadtverordnetenfraktion eine Initiative ergreifen, um an Oskar Alexander zu erinnern.

Oskar Alexander schuf unter anderem 1929 die Rheumaheilstätte Bad Bramstedt GmbH. Er war der erste Direktor des Klinikums Bad

Bramstedt. Seine Verdienste prägen Bad Bramstedt bis heute.

 

Die FDP möchte daher die Stadtverwaltung beauftragen, in Zusammenarbeit mit der Stiftung – SPUREN – Gunter Demnig und der KLINIKUM BAD BRAMSTEDT GmbH vor dem Klinikum Bad Bramstedt die Verlegung eines „Stolperstein“ in Gedenken an Oskar Alexander zu initiieren.

 

Durch das Setzen des „Stolperstein“ soll des deportierten und ermordeten Menschen Oskar Alexander gedacht werden. Diese Form des Erinnerns ist eine sehr persönliche, denn sie erinnert dort, wo das Opfer gewirkt hat. Über einen solchen Stein zu „stolpern“ bedeutet im Alltag mit der konkreten Schrecklichkeit der damaligen Zeit konfrontiert zu werden. Bereits in vielen Orten und Städten werden seit 2004 die „Stolpersteine“ als Erinnerung gelegt.

 

FDP-Ortsvorsitzender Dennis Schröder: „Es ist ein Beitrag für eine Erinnerungskultur, die mahnt, wozu Menschen in der Lage sind. Es ist eine Mahnung für die Zukunft, dass so etwas nie wieder passieren darf. Stolpersteine sind gegen das Vergessen und daher werden wir einen entsprechenden Antrag in die nächste Sitzung des Kulturausschusses einbringen.“

 

Bereits 1947, direkt nach dem 2. Weltkrieg, beschloss die Bad Bramstedter Stadtverordnetenversammlung:

„In Würdigung der Opfer des Faschismus und in Anerkennung der Verdienste eines dieser Opfer um die Stadt Bad Bramstedt haben die Gemeinderäte einstimmig beschlossen, die Straße von der Segeberger Straße ab bis zur Hohenstegener Brücke als „Oskar-Alexander-Straße“ zu benennen.“ Mit der Namensverleihung war ausdrücklich beabsichtigt, Oskar Alexander, der im KZ Sachsenhausen umgebracht wurde ein Denkmal zu setzen.

 

Ina Koppelin, Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses: „Doch es zeigte sich, dass die bloße Namensgebung einer Straße noch nicht als „zum Denken anregendes Mal“ wirkt. Schon Gerhard Hoch, der ausführlich über Oskar Alexander geschrieben hat, stellte fest:  Stichprobenartige Befragungen unter Ortsansässigen, Patienten der Klinik und sogar unter Klinik-Angestellten ergaben fast vollständige Unkenntnis bezüglich der vollen Bedeutung dieses Namens.“

 

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